Werbung 2010 - Sparmaßnahmen

So weit sind wir schon wieder, dass ein Volksfest mit zivilen Preisen wirbt:

zivile Preisezivile Preise

1903 warb man mit aufmerksame Bedienung.

Apropos Aufnahmen historischer Dokumente: Als Beispiel sei diese alte Anzeige aus dem Solinger Kreis-Intelligenzblatt genannt. Es wird vermutlich hier bei mir keine weiteren Aufnahmen dieser Art geben, da das Solinger Stadtarchiv das kostenfreie Abfotografieren nicht mehr gestattet. Da mir Geld, Zeit und Muße fehlen, diese Dinge fehlerfrei abzuschreiben oder abzumalen, ist das Kapitel Solinger Geschichte hier in diesem Blog und anhängender Webseite vorerst geschlossen.

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Kommentare

Was erwartest du?

Ich wollt auch mal in Stadtarchiv "wühlen", die Kosten für eine einfache Kopie haben mich letztes Jahr schon abgeschreckt. Wenn sie dort nun schon für die "Ansicht" von Dokumenten Geld haben wollen, dann weißt du wie es um die Finanzlage der Stadt gestellt ist.

"Wir pressen aus dem Bürger raus, was wir können!"

Ist in Wuppertal jetzt auch

Ist in Wuppertal jetzt auch so. Vorbei die Zeiten, wo ich dort mit Laptop und A2 Scanner vernünftige Reproduktionen selbst machen konnte.

Immerhin bietet das Landesarchiv in Düsseldorf noch faire Konditionen.

Faire Konditionen

Wenn ich dich jetzt richtig verstehe, dann meinst Du in Düsseldorf die Kosten für die Digitalisierung der Karten? Die sind voll in Ordnung. Da zahle ich für eine Leistung, die ich persönlich bestelle d.h. einen Arbeitsaufwand, den ich verursache. Verständnisschwierigkeiten habe ich dann, wenn ich eine steuerfinanzierte Aufgabe erneut bezahlen soll.

Was mir überhaupt nicht gefällt, mir tut es innerlich weh, wenn ich ein altes Buch auf die Scheibe des Fotokopierers presse, es quasi kaputt kopiere. Das Fotografieren ist hingegen ein sehr schonendes Verfahren.

Die Düsseldorfer Preise sind

Die Düsseldorfer Preise sind für den Aufwand und das Ergebnis mehr als gerechtfertigt. Das gebe ich auch gerne. Völlig unverhältnismäßig, ja sogar überzogen sind dagegen für geringere Leistungen aber die Kostennoten und Nutzungsbeschränkungen der beiden Stadtarchive.

Das Führen des Archivs ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Kommunen, die mit Steuermitteln bezahlt wird. Zusammen mit den Copyfraud-Allüren der Archive schaffen die Kämmerer, die sich damit verzweifelt Mehreinnahmen erschließen wollen, nur eines: Es wird die Schaffung neuer Kulturgüter verhindert.

Ich will gar nicht wissen, wieviele lokalgeschichtliche Forschung nicht stattfindet, weil ein sinnvoller Zugang zu den Archivalien defacto verriegelt ist. Als ob eine Publikation im Netz oder sogar Buchform dem Publizierer mehr einbringen wird, als bestenfalls blosse Reputation und Befriedigung des Forscherdrangs. Mit solchen Publikationen ist doch bislang kaum einer reich geworden. Jetzt ist das mit Garantie ein Verlustgeschäft (monetär und kulturell sowieso).

Volle Zustimmung

Deinen Ausführungen kann ich von meiner Seite aus nichts mehr hinzufügen.

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