Ein ganz nomaler Freitag

vor der Enthüllungvor der Enthüllung

Da war doch was mit den Waldrettungspunkten. Unser Oberbürgermeister durfte heute an dem gelb-blauen Bändchen ziehen, und stellvertretend die 87 neuen Waldschilder einweihen / zur Nutzung durch das gemeine Volk freigeben.

Vier am Bändel: Auch als Trachtengruppe zu erkennenVier am Bändel: Auch als Trachtengruppe zu erkennen

Angeblich sollen die Waldrettungspunkte seit heute Mittag im Solinger geoportal zu finden sein. Nur wo?
Hier ein anderer Link „Hausnummern" für den Wald
Das Solinger Tageblatt schreibt dazu: 87 Tafeln: Schnelle Hilfe im Wald

Und am Abend lud mein ehemaliger Kunst-Lehrer aus Gymnasialzeit zu der Vernissage „Gesänge im Feuerofen“ im Kunstmuseum Solingen ein.

Kunstmuseum SolingenKunstmuseum Solingen

Dr. Rolf Jessewitch, Direktor des Museums Baden Kunstmuseums Solingen, hält Werner Brattig in seiner Laudatio für einen der best ausgebildesten Solinger Künstler. Meine Erkenntnis zum Thema: Kunst und Pädagogik sind zwei paar Schuhe und nicht alle passen.

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Kommentare

Kunstlehrer und Pädagogik

Nun ja, lang ist's her, aber eines ist schon noch haften geblieben:
Als einer, der den zweifelhaften Genuss des direkten Vergleichs hatte, kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass Herr Brattig pädagogisch erheblich mehr auf der Pfanne hatte als der Pepi ("Du hast wieder keinen 2B-Bleistift? Marsch in die Ecke!")

Peppi

kenne ich nur aus Erzählungen.

Und wer bei Herrn Brattig nicht gut Zeichnen konnte (nach seinen Maßstäben), der saß ganz hinten im Raum. Ganz toll!

Und wer beim Pepi

... einen falschen Bleistift dabei hatte (2B or not 2B, that was the question), dem wurde durchaus schon mal das Zeichenbrett mit voller Wucht auf den Tisch geschmettert, der Farbkasten in hohem Bogen aus dem Fenster geworfen oder auch gern mal eine Ohrfeige verpasst (aber eine, deren Spuren man noch am Nachmittag sah).

In der Oberstufe dann hatte man den Pepi durchschaut und sich bitter gerächt - da war er dann schnell mit seinem Pädagogen-Latein am Ende und hat auch schon mal 40 der 45 Minuten tiefbeleidigt an seinem Pult gesessen, ohne einen Ton zu sagen. Da hat er einem dann fast leid getan.

Frage an tetti und nochnGast

... wo und wann um himmelswillen hat man euch denn zur Schule geschickt?
Mittelalter, Inquisition?
Boot camp?
Ist Pepi zufällig mit Gunnery Sergeant Hartman verwandt?

Herzliches Beileid
Jens

Pepi hat in den 1960er Jahren

seine besten Zeiten in der Schule.

Nachtrag: Er war von 1946 bis 1974 Lehrer am Humboldt.

Tja das waren Zeiten

Kunst beim Pepi, Latein beim Boss, Physik beim Welker. Und der Hausmeister hiess Wichelhaus und parkte seinen Opel Rekord immer in der Pausenhalle. Die Oberstufe beförderte diesen auch schon mal ins Treppenhaus. Der Direx hiess Annecke und hat mal für den Landtag kandidiert Blöderweise hat er es nicht geschafft. So mussten wir ihn weiter ertragen. Abiball Abigag: Alles Fehlanzeige.. 1974 kriegte man das Zeugnis in die Hand gedrückt, und tschüss.

RE. Tja das waren Zeiten @Gast

Also ich war auch auf der Schule und habe in tettis Jahrgang Abi gemacht, also war ich 74 etwa in der "Unter- oder Obertertia" (achte Klasse) oder wie das damals hiess.
Aber von einem Welker habe ich noch nie was gehört. Physik hatte man beim Spannagel (Oh Graus)
Wer ist Pepi? Ich hatte einen Littek und eine Frau Manke, und die waren schon kurz vor der Pension.

Kunst-Lehrer

Pepi war vor Herrn Brattig Kunstlehrer an unserer Schule. Wenn ich mich richtig erinnere, so hieß er mit richtigem Namen "Joseph Sturm".
Latein gab Herr Grüner, für Bio war Herr Klein zuständig - "Lange Haare, kurzer Verstand !". Auf Annecke folgte Daun - Dr. Quarz.

Dreckfuhler

Das kommt davon, wenn man Beiträge abends auf der Couch ins Schmachtfon tippt.
Da haben meine dicken Finger aus "Weller" eben den "Welker" gemacht.
Bürgerlich war das Dr. Walter Gräf ("Ich dulde keine Apo in meinem Unterricht!")
Spannagel hatten wir auch - der hat uns erzählt, dass er im Krieg Funker war. Da war er dann schnell "Funker Spannagel". Und logischerweise wurde daraus dann in kürzester Zeit "Spanner Funknagel".
Der Pepi war der Schrecken der Unterstufe. Und die Oberstufe war dann sein Schrecken. Die Kunstgeschichte-Stunden im verdunkelten Physiksaal, wo er mit dem Episkop Bilder aus einem zerfledderten Buch an die Leinwand projizierte und einschläfernd etwas dazu erzählte, sind unvergessen.
Und nach dem Abi sind wir bei ihm zu Hause gewesen und er war der tollste Typ, den man sich vorstellen kann.
Die Manke in Chemie? Es gab mal einen Schülerversuch, bei dem man aus irgendwelchen Gründen ein Gummiband benötigte. O-Ton Manke: "Wer noch keinen Gummi hat, kommt bitte mit mir nach hinten".
Mein Held war der Boss a.k.a. Dr. Widner. Latein und Geschichte. Sein Spitzname war Programm. Sein Unterricht war nach heutigen Maßstäben antiquiert, aber die ganze Schule hat um ihn getrauert, als er starb.
Sein Schwiegersohn ist erst kürzlich pensioniert worden (Heringhaus)

Waldrettungspunkte

Was stört Dich eigentlich so sehr an den Schildern?

Glücklich sei jeder, der sie noch nicht gebraucht hat und niemals brauchen wird, ich wünsche es jedem.

Wer jedoch beim Spaziergang einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder auch nur einen Knochenbruch erleidet, dem wünsche ich eine Begleitung, die sich daran erinnert, dass sie sich vor ein paar Metern über dieses Schild gewundert hat.

Es stehen so viele Schilder an deutschen Wegen, das sind wenigstens noch sinnvolle Ausgaben...

Unverständlich

Sollte bei Dir der Eindruck entstanden sein, dass ich etwas gegen die Schilder habe, dann muss ich mich sehr unverständlich ausgedrückt haben. Sorry!

Zur Erklärung:

Ich halte die Schilder bzw. die Idee, die dahinter steht, für sehr gut. Die Schilder sind nur die Spitze eines Eisberges. Ich glaube nicht, dass jemand, der in Not sein sollte, sich an das zuletzt passierte Schild erinnern kann. Aber mit Sicherheit ist es für die Rettungskräfte hilfreich, jetzt Fixpunkte im Wald zu kennen, deren Anfahrtswege genau dokumentiert ist und diese Beschreibung auf den Rettungswagen zur Verfügung steht.

Ja, es gibt auch Personen, die sich die Nummern merken und dadurch in ihrem Sicherheitsgefühl gestärkt fühlen.

Smartfone

Jeder Zweite führt heute ein solches Teil mit sich herum. Viele dieser Geräte verfügen über einen eingebauten GPS-Empfänger. Mit der richtigen Notruf-App müsste der Hilfesuchende gar nicht viel tun, die Position würde automatisch übermittelt. Es dürfte eigentlich auch nicht schwierig sein, mit vorhandenen Topo-Karten ein Routing zum Notfall-Punkt zu errechnen.
Gestern standen an allen Ecken Notrufsäulen. Die gibt es heute nur noch an den Autobahnen. Heute werden überall Schilder in den Wald gepflanzt, die finden wir morgen nur noch ...
Es wundert sich der, der erst kürzlich eine 24km Wanderung durch Wald und Feld unternahm und dabei keines dieser Schilder sah.

Routing

Es dürfte eigentlich auch nicht schwierig sein, mit vorhandenen Topo-Karten ein Routing zum Notfall-Punkt zu errechnen.

Das Ergebnis kannst Du immer wieder bewundern, wenn sich diverse Fahrzeuge irgendwo fest fahren, weil das Navi sagte: "Hier kömmst Du dürsch!"

Nochmal: Bei den Schilder geht es nicht in erste Linie um die Ort, sondern um das Wissen bei den Rettungskräften, wie man zu dem Punkt hinkommt.

Warum Du keine Schilder gesehen hast, kann ich dir nicht wirklich beantworten. Brille vergessen, Du in Gegenden wandelst, wo man bisher keine aufgestellt hat ...

Kreuz am Wegesrand

Du meinst, die Schilder stünden heute schon nur an den Autobahnen. Doch, es geht um den Ort, denn dort liegt das Opfer. Gibt es einen Weg dorthin, wird dort ein Schild aufgestellt. Gibt es keinen fahrbaren Weg oder ist keiner bekannt: Schicksal.

Es ist schon ein Unterschied, ob der Fahrweg nach Topokarten und Wegeklassen ermittelt wird, oder ob nur die für den Straßenverkehr zugelassenen Fahrwege dem Routing zur Verfügung stehen.

Gibt es denn überhaupt ausreichend Fahrzeuge, die geeignet sind, jene Waldwege befahren zu können? Oder wurden nur solche Wege ausgewählt, mit Schildern bedacht, die mit gewöhnlichen Straßenfahrzeugen erreicht werden können? Schreibt die Presse etwas dazu?

Halten wir fest: Rettungspunkte gibt es nur auf den Hauptwanderwegen, dort wo viel Volk unterwegs ist. Wo viel Volk unterwegs ist, stören diese hässlichen Schilder auch kaum. Abseits der Hauptstrecken gibt es keine schnelle Rettung. Das entspricht etwa dem Zustand bei Großveranstaltungen: ist viel Volk auf einem Haufen, muss der Sanitrupp vor Ort sein, bei gemäßigter Personendichte muss der Leidende halt warten -- es geht nicht anders.

Was ich sah: ein Kreuz am Wegesrand. Ob Herzinfarkt, Baumschlag oder Kollision mit Waldroboter stand da nicht geschrieben.

Wir kommen nicht auf einen Nenner

Ich versuche dir zu erklären, dass die BFU Flugunfälle untersucht um die Ursache des Unfalles zu klären und Du meinst, die suchen den Schuldigen für den Unfall.

Rettungsversprechen

Doch, wir sind doch auf demselben Nenner.

Aber mal zur Kernfrage: Wie retten die denn? Per Spezialfahrzeug oder nur mit Straßenfahrzeugen? Gar mit Helikopter? Haben die ein Rettungsversprechen abgegeben? Garantieren diese Schilder eine bestimmte Reaktionszeit, also zB eine Zeit bis zum Eintreffen irgendeines Rettungsfahrzeuges?

Hast du dazu schon irgendwo etwas Geschriebenes gesehen?

Links

stehen im Artikel unter den vier Offiziellen!

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